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26. Januar 2012 | Native Art Kunst von indigenen Völkern ist zur Zeit hoch im Kurs. Im Englischen wird sie als «Native Art» bezeichnet. Ich habe mich gefragt, warum Sammler heute für eine kleine Inuit-Skulptur fünfstellige Beträge bezahlen. Und warum ich so fasziniert bin vom tanzenden Bären, den Ursula mir zum Geburtstag geschenkt hat. Die Herausforderung, aber auch der Anfang des Rätsels Lösung, beginnt, wenn man den Begriff «Native» ins Deutsche übersetzen will. Das Online-Wörterbuch gibt als Hauptbedeutung «einheimisch» an. Doch irgendwie macht «Einheimische Kunst» als Übersetzung keinen Sinn. Als zweithäufigste Bedeutung wird dann «ursprünglich» angegeben. «Ursprüngliche Kunst» – das ist irgendwie schlüssig. Von Sammlern wird gerade das Ursprüngliche, das Kraftvolle, das Energetische dieser Kunstwerke betont. Hier liegt wohl das Geheimnis verborgen: Diese Kunstwerke lassen eine Saite ganz tief in uns drin anklingen. Denn ich denke, dass das Echte, das Unverfälschte, das Ursprüngliche uns immer anzieht. Und – wenn ich diesen Gedanken weiterspinne, komme ich zum Schluss, dass diese Sehnsucht nach dem Echten und Unverfälschten im Kern unsere Sehnsucht nach Gott ist.
Ein hübscher Kerl ist er, dieser Bär. Unten angefügt noch ein paar weitere Beispiele von grossartiger Native Art der Inuits (wer Kunstwerke dieser Art gerne einmal im Original bewundern möchte, dem sei ein Besuch in der Galerie Cerny in Bern empfohlen):
15. Januar 2012 | Gedanken zur Wildnis
2. Januar 2012 | Lebens-wert? Der Gedanke, dass diesen beiden Kindern unter anderen Umständen das Recht auf Leben verwehrt geblieben wäre, hat mich sehr getroffen. Denn was für wunderbare Geschöpfe sind sie doch! Sie sind fähig, Liebe zu geben und zu empfangen. Sie berühren und bewegen viele Menschenherzen – vielleicht sogar mehr, als ich es je kann. Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass der Entscheid über Leben und Tod eines ungeborenen Menschen nicht in unserer Hand steht. Ein Mensch, der ins Leben gerufen wird, soll das aus- und erfüllen können, wozu er bestimmt ist. Wenn ich ihm das Recht auf Leben nehme, spreche ich ein Urteil, das mir nicht zusteht.
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